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  • Kathi

Mama, was macht die Frau da vorne am Strand komisches? - Über das perfekte Surf-Warmup

Ich habe schon oft miterlebt, wie über die richtige Art des Aufwärmens vor dem Rauspaddeln diskutiert wurde. Meistens scheiden sich die Geister schon bei der Frage, ob es überhaupt notwendig ist. Gerade unter Freizeit- und Saisonsurfern ist man sich nicht einig, ob es nicht etwas übertrieben wirkt, wenn man am Strand das Turnen anfängt und dann "nur so mittel" performed. Ich stelle die Frage mal andersrum: Würde einem Leichtathleten oder einer Basketballerin jemals einfallen, sich vor dem Training nicht warm zu machen?


Das Warmup ist einfach wichtig für dich, deinen Körper aber auch mental ein wichtiger Bestandteil einer Sportart. Wenn ich ein paar entspannte Wellen mit dem Longboard in einer entspannten Welle nehme, wärme ich mich zugegebenermaßen auch nicht immer auf - da bin ich ja meistens schon total ko weil ich dieses lange Brett an den Strand schleppen musste. ;)

Aber wenn man engagiert surfen möchte (egal mit welchen Brett) oder die Wellen großer oder anspruchsvoller sind rate ich jedem davon ab unaufgewärmt ins Wasser zu gehen.

Aus was sollte ein Warmup bestehen bzw. wie sollte es aufgebaut sein? Ich habe mal eine ganz ausführliche Variante für eich zusammengestellt und mir natürlich auch über den sinnvollen Aufbau der Übungen Gedanken gemacht:


1. Herz-Kreislauf-System aufwecken

Raus aus dem Bett und direkt rein - keine gute Idee! Du bist einfach ermüdungsresistenter, wenn du deinen Kreislauf langsam in Schwung bringst. Vielleicht kannst du ja schon zum Strand joggen. Falls nicht, dann lauf dort 2-3 Minuten auf der Stelle oder ein bisschen hin und her. Das ist eine perfekte Gelegenheit um den Spot auch nochmal unter die Lupe zu nehmen.


2. Mobilisieren und dynamisches Dehnen

Um raumgreifende Bewegungen machen zu können ohne dich zu zerren ist es ratsam von oben bis unten kurz alle Gelenke zu kreisen. Besonders wichtig sind Schultern, Hüfte und Fußgelenke.

Ein bisschen Schwunggymnastik für die Hüfte, ein paar breite Kniebeugen und Ausfallschritte zum Dehnen der Waden schaden außerdem nicht. Vor dem Surfen solltest du dynamisch dehnen, denn statisches Stretching senkt die Muskelaktivität.



3. Muskelstoffwechsel anregen

Auch deine Muskeln müssen meist nochmal richtig aufgeweckt werden. Schließlich ist beim Wellenreiten die Schnellkraft gefragt. Ich mache meist ein paar dynamische Seitkniebeugen, ein paar Hocksprünge oder - um reinzukommen - einige Popups im trockenen.

4. Den Kopf frei bekommen

Während meiner Aufwärmungen visualisiere ich meist schonmal die ersten Wellen. Ich stelle mich gedanklich auf den Spot und die Surfsession ein. Mit Blick auf das Lineup und ein bisschen Vorstellungskraft, kannst du dich mental perfekt vorbereiten und alles andere vergessen. Fühle dich schonmal in die Bewegungen hinein und du wirst sehen, die ersten Wellen funktionieren gleich besser!

In manchen Situationen hilft auch eine etwas systematischere Mentaltrainingsmethode um Unbehagen, Angst oder Herausforderungen zu meistern. Es ist schließlich viel schöner mit Vorfreude und ohne Bedenken rauszupaddeln.




Ich hoffe meine Warmup-Tipps können euch helfen und wünsche euch wunderbare Wellen und viel Spaß!

Cheers,

Eure Kathi

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